Am Dienstag, den 19. Mai trafen wir uns am späten Nachmittag an unserem Verbindungshaus, um gemeinsam an einer Führung durch Stuttgart teilzunehmen. Unser Bb. Michael Laing hatte sich die Zeit genommen, uns zu verschiedenen Erinnerungsorten der Stadt zu führen an denen wir schon viele Male vorbeigelaufen sind, ohne deren historische Signifikanz zu kennen.
Unsere erste Station bildete unser Verbindungshaus in der Etzelstraße 7 selbst. Hier begann Michael mit einem kurzen Überblick über die Geschichte des Hauses, während dem Nationalsozialismus, bevor es in unseren Besitz gelang. Anschließend machten wir uns gemeinsam auf den sehr kurzen Weg zum Erinnerungsstein im Park neben unserem Haus.
Von dort führte uns der Weg weiter zum Hotel Silber am Charlottenplatz. Das ehemalige Gestapo-Hauptquartier hinterließ bei vielen von uns einen bleibenden Eindruck. Michael schilderte eindrücklich die Rolle des Gebäudes vor und während der Zeit des Nationalsozialismus und erläuterte, wie das Haus heute als Lern- und Erinnerungsort genutzt wird.
Im Anschluss setzten wir nach einer längeren Stadtbahn- und Busfahrt unsere Führung im Waldfriedhof fort. Die ruhige und fast parkähnliche Atmosphäre des Friedhofs stand im Kontrast zu dem lauten Verkehr in der Stadt. Vor dem Friedhof sprach Michael über verschiedene Persönlichkeiten der Stuttgarter Stadtgeschichte und erzählte uns deren Geschichten.
Danach führte uns der Weg weiter zum Dornhaldenfriedhof, wo wir unter anderem das Grab von Andreas Baader besuchten. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der RAF und ihrer Wirkung auf die Bundesrepublik führte zu angeregten Gesprächen innerhalb der Gruppe.
Ein weiterer Halt in der Nähe des Friedhofs war das ehemalige Garnisonsschützenhaus. Dort erläuterte Michael die militärgeschichtliche Bedeutung des Ortes sowie dessen heutigen Nutzung des Geländes.
Zum Abschluss führte uns die Route schließlich zur letzten Station, dem historischen Wasserturm. Dort bot sich uns nicht nur der eindrucksvolle Blick auf den Wasserturm, sondern auch die Möglichkeit zur Einkehr im Biergarten Waldauerle.
Anschließend machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Verbindungshaus, wo die Führung ihren Abschluss fand. So schloss sich der Kreis: Vom Haus aus aufgebrochen, kehrten wir dorthin mit zahlreichen neuen Eindrücken, spannenden Geschichten und einem vollen Magen zurück.




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